Chinesisch-Deutsches Symposium „Chinesische Gartenkunst und ihr Einfluss auf Europa“

Chinesisch-Deutsches Symposium „Chinesische Gartenkunst und ihr Einfluss auf Europa“
für Prof. JIN Boling, Altmeister der traditionellen Chinesischen Gartenkunst und Gestalter des chinesischen Gartens in Berlin, Marzahn-Hellersdorf
Termin: 29.08.2017 und 01.09.2017
Ort: Besucherzentrum IGA Berlin 2017 & China Center, TU Berlin

Die „Gärten der Welt“ in Berlin Marzahn-Hellersdorf sind im Jahr 2017 das Herzstück der Internationalen Gartenausstellung. 1987 wurde die Anlage unter dem Namen „Berliner Gartenschau” eröffnet. Der erste Themengarten und somit Ausgangspunkt der „Gärten der Welt“ ist der im Jahr 2000 eröffnete (Chinesische) „Garten des wiedergewonnenen Mondes“ (得月园), der im Laufe der letzten 17 Jahre durch weitere Themengärten ergänzt wurde.

Die Planung des „Gartens des wiedergewonnenen Mondes“ ist ein Geschenk der Partnerstadt Beijing. Im Jahr 1994 wurde Prof. JIN Boling mit der Gestaltung eines traditionellen chinesischen Gartens beauftragt. Nach dem ersten Spartenstich im Jahr 1997 wurde er zur Bauaufsicht nach Berlin entsandt. Drei Jahre später konnte man einen Garten im traditionellen „Wen-Ren-Stil“ (文人式) mittel in Berlin erleben. Die Fertigstellung der Version von Prof. JIN dauerte allerdings bis zum Jahr 2007, als der Wandelgang (联廊) ans Teehaus angeschlossen wurde. Mit einer Größe von 2,7 ha ist er der größte Chinesische Garten in Europa. Er wird als einer der schönsten Gärten Deutschlands anerkannt und wertet das Image des Bezirks auf.

Während der Internationalen Gartenausstellung begehen die Gärten der Welt mit dem Chinesischen Garten gleich drei Jubiläen: die ursprüngliche Parkanlage entstand vor 30 Jahren, der Bau des Chinesischen Gartens  begann mit dem ersten Spatenstich vor 20 Jahren, und vor zehn Jahren erfolgte die Fertigstellung. Aus diesem Grund veranstalten das China Center und Fachgebiete der Landschaftsarchitektur an der TU Berlin in Kooperation mit der IGA Berlin 2017, dem Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf, dem Verein ski – stadtkultur international ev im Verbund mit dem deutsch-chinesischen Kulturprogramm der Botschaft VR China ein zweiteiliges Symposium. Es ist der chinesischen Gartenkunst und ihrem Einfluss auf Europa gewidmet. Im Mittelpunkt des ersten Teils (29.08.2017) steht der „Garten des wiedergewonnenen Mondes”. Sein Schöpfer, Prof. JIN Boling aus Beijing gilt als Altmeister der klassischen chinesischen Gartenkunst. Er wird selbst sein Werk vor Ort erläutern.

10:30 Rundgang Prof.-Ing. JIN Boling (konsekutive Übersetzung: Dr. SHI Yan)
12:30 Registierung
13:00 Grußwort
13:15 Moderation Prof. Dr. Norbert Kühn
13:20 JIN Boling – Leben und Werk, Dipl.-Ing. YU Yali
13:40 Leitgedanken und Ästhetik zum Verständnis des traditionellen chinesischen Gartens Prof. JIN Boling (konsekutive Übersetzung: Dr. SHI Yan)
15:10 Kaffeepause
15:30 Adaption der chinesischen Gartenkunst in Europa, Dr. Hans von Trotha
16:35 Der Chinesische Garten als Ausgangspunkt für die Entwicklung „Gärten der Welt“, Dipl.-Ing. Hendrik Gottfriedsen
17:00 Podiumsdiskussion, moderiert von Prof. Dr. Norbert Kühn
weitere Gäste: Prof. Dr. Johannes Küchler, Dr. Sylvia Butenschön
(konsekutive Übersetzung: Dr. SHI Yan)
18:00 Schlusswort

Der zweite Teil des Symposiums wird am 1.9.2017 am China Center TU Berlin stattfinden. Dabei geht es um das Leben und das Werk des ehemaligen TU Professors Ernst Boerschmann als Forscher und internationalen Vermittler der chinesischen Bautradition. Erstmals wird der neu gestiftete Ernst-Boerschmann-Preis an Prof. JIN Boling vergeben.

10:30 Grußwort
10:45 Boerschmann – Vermittler zwischen China und Europa, Dr. Eduard Kögel
11:15 Ernst-Boerschmann-Preis, Prof. Dr. Johannes Küchler
11:20 Preisverleihung, Dr. Sigrun Abels

Veranstaltungsorte:
Führung und Symposium am 29.08.2017
IGA Berlin 2017 (Gärten der Welt)
Blumberger Damm 44, 12685 Berlin
Führung: Chinesischer Garten
Symposium: Besucherzentrum

Preisverleihung am 1.9.2017:
China Center, TU Berlin
Marchstr. 23, 10587 Berlin

Teilnahmegebühr:
Tag 1: kostenlos, jedoch: IGA Eintritt. Anmeldung erforderlich!
Informationen zur Eintrittskarte: iga-berlin-2017.de/service/besucherinformationen
Tag 2: kostenlos, ohne Anmeldung.

Für Tag 1 ist aufgrund der Raumkapazitäten die Anmeldung erforderlich!
Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen für die Führung und auf 100 Personen für das Symposium begrenzt.

Veranstalter:
TU Berlin
Center for Cultural Studies on Science and Technology in China (China Center, TU Berlin) &
Fak. VI, FG Vegetationstechnik und Pflanzenverwendung
Fak. VI, FG Denkmalpflege
ski stadtkultur international ev
Internationale Gartenausstellung Berlin

Die Veranstaltung ist ein Teil des deutsch-chinesischen Kulturprogramms „China Heute“.

Weitere Informationen und Anmeldung unter:
www.china.tu-berlin.de/menue/symposium_chinesischer_gartenkunst/